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rosengesellschaft zug - Gartenportrait Gerda Wickart-Hauser

Gartenportrait Gerda Wickart

Freuden und Leiden im Garten am Feriendomizi

Wie viel einfacher wäre es doch, einen Garten am Dauerwohnsitz sein Eigen nennen zu können, als einen, der ca. 160 Kilometer entfernt ist, wie der unsere.

Zu Hause hat man jederzeit den Überblick, kann nach Lust und Laune so viel Zeit im Garten verbringen, wie es einem gerade gefällt. Die Arbeiten lassen sich besser einteilen, und man hat die Möglichkeit, sofort zu reagieren, wenn Ungeziefer sich an den Pflanzen schadlos halten, oder gewisse Pilzkrankheiten sich breitmachen. Nicht so am Feriendomizil! Oft vergehen von einem Besuch zum nächsten einige Wochen. Während dieser Zeit darf die Natur schalten und walten, wie sie will, ohne dass eingegriffen wird. Manchmal ist es über längere Zeit zu trocken, manchmal zu nass und je nach dem, wächst und gedeiht alles nach eigenen Gesetzmässigkeiten und zur Freude gewisser kleiner Tierchen. Ich bin deshalb nach längerer Abwesen-heit immer sehr gespannt, was mich im Garten erwartet. Die Besichtigung erfolgt unmittelbar nach der Ankunft. Unser Grundstück befindet sich im Tessin und zwar im Gambarogno, also auf der sogenannten Schattenseite am Lago Maggiore, vis à vis von Ascona. Die Sonne zeigt sich während den Wintermonaten sehr spärlich, d.h. nur für ganz wenige Stunden.

Dafür geniessen wir im Frühling und Sommer sehr lange die wunderbare Abendsonne. Die Winter können auf dieser Seite recht kalt sein, das heisst auch, dass die Erde gefriert und dies meistens bis Ende Februar. Dieser Zustand hat jedoch auch einen grossen Vorteil. Die kurzscheinende Sonne hat gar nicht die Kraft, die gefrorenen Pflanzen für wenige Stunden aufzutauen. Die Knospen bleiben gefroren, bis schlussendlich die Frostzeit vorbei ist. Schaden anrichten kann vor allem eine langanhaltende Trockenheit. Da wir ja nicht ständig vor Ort sind, können wir hier auch nicht gut Abhilfe schaffen. Böschungen und verschiedene Ebenen prägen unser Grundstück. Als die Schwiegereltern vor ca. 60 Jahren darauf ein kleines Häuschen bauten, konnte man noch von einem kleinen Weinberg sprechen. Nebst der Naturwiese und den Weinreben wuchsen darauf noch ein Kirsch-, Pflaumen- und Birnbaum, sowie etliche Zwetsch-genbäume. Gemäht wurde mit der Sense und zwar nur einmal im Jahr. Die Trauben wurden in Magadino zu Saft gepresst. Dies hat sich im Laufe der Jahre gründlich geändert. Einige der alten, knorrigen Bäume stehen noch. Sie wurden ergänzt durch einen Feigenbaum, Olivenbäume, Mispoli, Kiwi, Stechpalme und zahlreichen Palmen.

Bei den diversen Umgestaltungen des Gartens, hervorgerufen durch Bauten oder Umbauten, strebten wir eigentlich einen pflegeleichten Garten an. Das war jedoch eher Wunschdenken und die Realisierung für uns Gartenlaien ein Ding der Unmöglichkeit. Zu viele Vorlieben mussten berücksichtigt werden, so dass ein mehr oder weniger geordnetes Chaos entstand. Wir legten jedoch grossen Wert auf Pflanzen, die sich im Gambarogno-Klima wohl fühlen. Glücklicherweise sind recht viele immergrüne Pflanzen darunter, insbesondere die Kamelien, die hier ausgezeichnete Bedingungen haben und dementsprechend reichhaltig blühen. An den Stützmauern rankt der Winterjasmin. Und als Hecke zur kleinen Quartierstrasse wurde der Gewürzlorbeer gewählt. Azaleen und Rhododendron, Hibiskus und Oleander sind ebenfalls mannigfaltig vorhanden. Tulpen und Osterglocken dürfen natürlich im Frühling nicht fehlen. Es folgen später die dunkelblauen Schwertlilien, die orangefarbenen Taglilien, verschiedene Geraniensorten, die Akelei und wie könnte es anders sein –unzählige Unkräuter, die jedoch einfach zum Gartenbild gehören. Die Begleitpflanzen der Busch-und Kletterrosen sind natürlich Lavendel, Frauenmantel, Fetthennen und der blaue Storchschnabel. Ausgesprochen üppig wachsen hier auch die hell - bis dunkelblau - violetten Hortensien. Das Klima behagt ihnen ausserordentlich. Sie entwickeln oft übergrosse Blüten und erfreuen uns ab Frühsommer bis zum Teil in den Herbst hinein. Ein Kräutergarten darf natürlich auch nicht fehlen. Da sind aber auch die Weinreben, die an zwei Pergolas ranken und an heissen Sommertagen den beliebten Schatten spenden. Im Herbst werden die Americano Trauben geerntet, welche die einen vorzüglich finden, andere wiederum können gar nichts mit dieser Traubensorte anfangen. Aber sie sind problemlos, müssen nicht gespritzt werden und gehören irgendwie in einen Tessiner Garten. Das ist natürlich kein vollständiger Beschrieb unseres sogenannten „pflegeleichten Gartens“, der jedes Jahr sicher wieder um einige Pflanzen wächst. Glücklicherweise muss es kein perfekter Garten sein. Natürlichkeit ist gefragt. Wie gerne liege ich an einem schönen Sonnentag unter dem Olivenbaum, betrachte den See und habe das Gefühl, in einem kleinen Paradies zu sein. Was könnte schöner sein!

Gerda Wickart-Hauser, Zug

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