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Zuger Chriesisturm - gelebte Tradition in Zug

Text: Astrid Schwendimann / Bild: Rose-Marie Kramer

Begibt man sich in Zug in Sachen Kirsch auf Entdeckungstour, ist man erstaunt, an welchen Orten das Kirschgewerbe früher ansässig war. Die Brennereien befanden sich mittendrin und waren ganz selbstverständlich Teil des hiesigen Gewerbes und des Lebens in der Stadt. Das Kirschtrinken gehörte zum guten Ton. Das Kirschbrennen war lukrativ und machte manchen Destillateur reich. Davon profitierten auch die Bauern, welche die kleinen süssen Brennchriesi auf ihren Hochstamm-Kirschbäumen kultivierten. Mitte des 20. Jahrhunderts erreichten die Zuger Kirschbäume mit 44’500 Hochstämmen einen absoluten Höchststand.

Eine Nacherzählung, die 1886 in der „Zuger Zeitung“ erschienen ist, dokumentiert den alten Brauch rund um die Zuger „Chriesigloggä“ und den „Chriesisturm“. Gemäss dieser läutete im Frühsommer, sobald die Kirschen reif waren, jeweils mittags um 12 Uhr die grösste Glocke der Kirche St. Michael während einer Viertelstunde. Alle Zuger hatten daraufhin das Recht, mit Leitern und Körben auf die Allmend zu eilen, um dort Kirschen zu pflücken. Ein grosser Teil der Zuger Allmend war damals mit Kirschbäumen bestückt, die im Eigentum der Stadtzuger Bürger waren. „D’Chriäsigloggä lüütet, dä Chriäsisturm god lous!“ tönte es lautstark durch die Gassen. In den alten Stadtratsprotokollen wird die „Grosse Glocke“ erstmals am 4. Juli 1711 urkundlich erwähnt, am 23. Juni 1769 ist dann von der „Erlaubnis-Glocke“ die Rede. Das Pflücken von Kirschen vor dem Geläut war nämlich strikte verboten, und die Stadt stationierte auf der Allmend eigene „Chriesiwächter“, die in den Wochen zuvor Tag und Nacht Wache hielten. Erwischte Kirschendiebe wurden mit Busse belegt oder ins Zytturm-Gefängnis gesperrt. Die benachbarten Baarer sollen sich 1751 erfrecht haben, auf der Zuger Allmend Kirschen zu pflücken. Am Montag, 30. Juni 2008, erklang von der Kirche St. Michael her nach vielen Jahren erstmals wieder die Zuger Chriesigloggä. Wie einst läutet die Glocke seither jedes Jahr Ende Juni / Anfang Juli den Start der Zuger Chriesisaison ein. 2009 erlebte auch der legendäre Chriesisturm eine Neuauflage, und zwar in Form eines Leiterrennens durch die Altstadt. Seither stehen mit dem ersten Schlag der Chriesigloggä mittags um 12 Uhr Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche in Zweierteams bei der Liebfrauenkapelle am Start und liefern sich ein spektakuläres Wettrennen. Die Männer- und Schülerteams tragen 8 bzw. 4 Meter lange Holzleitern, die Frauen rennen mit „Hutten“ durch die Altstadt. Dem Gewinnerteam gebühren Applaus und Ehre. Im Anschluss an das Rennen findet auf dem Landsgemeindeplatz ein Fest mit Chriesiwurst und Kirschtorte für die Bevölkerung statt. Dieses Jahr findet der Chriesisturm am Montag, 22. Juni, statt.

Und es gibt – man kann es glauben oder nicht – ein Chriesitelefon! Während der Chriesibluescht ist das Chriesitelefon wieder im Einsatz und gibt Auskunft, wo, wann, welche Bäume blühen.


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