*
Rosengesellschaft2016
blockHeaderEditIcon

                            

Hauptmenu2016
blockHeaderEditIcon
Präsidentin rosengesellschaft schweiz
blockHeaderEditIcon

Präsidentin rosengesellschaft
schweiz:

Astrid Schwendimann
Rinderweidstrasse 26c
8910 Affoltern a.A.
a.schwendimann@datazug.ch

044 761 00 70
079 209 69 14

Statuten der rosengesellschaft schweiz

Rose Front1
blockHeaderEditIcon

rosiges...


info54

Die Symbolik der Rosenfarben

Rosen in der Blumensprache allgemein
In der römischen Götterwelt ist die fünfblättrige Rosa Canina (auch Hunds- oder Heckenrose genannt) symbolisch der Göttin Venus zugeordnet. Wenngleich die katholische Kirche der Rose zunächst ablehnend begegnete, entdeckte sie deren Verwendbarkeit für die Jungfrau Maria: Der erotische Aspekt wurde eliminiert, um die Rose zu einem Reinheitssymbol („unbefleckte Empfängnis“) für das Weibliche umzudeuten. Der Bezug zum Weiblichen bleibt der Rose in der europäischen Kulturgeschichte ununterbrochen erhalten, wobei ihr während der mittelalterlichen Minne das Erotische wieder zuerkannt wurde. Weiblichkeit, Liebe und Schönheit sind noch immer die symbolischen Attribute jeder Rose. www.everyday-feng-shui.de

Rote Rosen...
... sind zweifellos der Klassiker unter den Blumengeschenken. Rote Rosen finden sich in fast allen denkbaren Farbnuancen, bis hin zu einem fast schwarzen Dunkelrot.

Weisse Rosen...
...symbolisieren bei Rosen Unschuld, Treue und Leidenschaft. Geschichtlich geht die Bedeutung der weissen Rose über diese Definition hinaus. So war sie auch ein kirchliches und Friedensymbol. Es steckt zudem eine weitere Symbolik in weissen Rosen: die des Todes. Deshalb sollte man kranken Menschen auf keinen Fall weisse Rosen schenken. Sie können aber auch einen Neuanfang symbolisieren.

Gelbe Rosen...
... haben eine sehr vielschichtig und teilweise widersprüchliche Bedeutung. Innerhalb einer Beziehung steht die Farbe Gelb für Eifersucht, Missgunst oder gar Untreue. Zugleich kann sie aber auch für die Versöhnung stehen. Werden Freunde mit gelben Rosen beschenkt, wird Spass und Freude ausgedrückt. Gelbe Rosen sind als Gastgeschenk sehr gut geeignet.

Orange Rosen...
... symbolisieren Glück und Geborgenheit. Die Farbe steht für Wärme und Begeisterung. Geht die Farbe mehr in den Bereich Pfirsich, so drückt die Rose zusätzlich grosse Dankbarkeit aus.

Violette Rosen...
... stehen für grosse Bewunderung. Violette Rosen kommen sehr selten vor und haben dennoch ihre ganz eigene Bedeutung. Die Farbe Violett symbolisiert ausserdem Ausgleich und Regeneration.

Rosa Rosen...
...stehen für den Anfang. Sie unterscheiden sich nur wenig von der Bedeutung der roten Rosen. Ausserdem stehen sie für Schönheit, Respekt (helles Rosa), Dankbarkeit und Anerkennung (dunkleres Rosa).

Bilder: Stefanie Gehrig


info 53

Rosenzüchter Georges Delbard (1906-1999)

Rosenschule Delbard in Frankreich

Unter den vielen verschiedenen Rosensorten nehmen die Georges-Delbard-Rosen eine herausragende Position ein. Der französische Züchter Georges Delbard war seit vielen Jahrzehnten sehr erfolgreich in der Zucht aussergewöhnlich schöner Rosen. Hierzu zählen auch die Malerrosen®. Jede Blüte dieser aussergewöhnlichen Sorten erscheint wie mit einzelnen Pinselstrichen gefärbt. Mittlerweile führt Arnaud Delbard den Betrieb seines Vaters weiter. Die Rosensorten 'Madame Delbard' (1982), die Duftrose 'Dioressence' (1984) und 'Souvenir de Marcel Proust' (1993) zählen zu den bekanntesten Sorten. Ebenso dazu gehört die Kletterrose 'Papi Delbard' (1995), die mit einer dichtgefüllten apricot bis aprikosengelben Blüte verzaubert. Die meisten dieser Rosensorten sind immer noch zu kaufen. www.gartencenter-bartels.de

„Papi Delbard®“ 1995
Die schönste und die am stärksten duftende Kletterrose sollte es sein. Nach 86 Jahren hat Georges Delbard endlich eine Rose gezüchtet, die seinen hohen Anforderungen gerecht wird. Das Ergebnis eines Lebens für die Rosen. Die Kletterrose „Papi Delbard®“ist eine wunderbare Mischung. Sie zeigt auf der einen Seite jugendliche Unbeschwertheit durch hochrankende Neugier. Andererseits ist ihre Gesundheit und Robustheit lang gereiften Erfahrungen zu verdanken. Eine einzigartige Rosenpflanze. Sie wächst gesund und kräftig hoch hinaus. Die fast unerschöpfliche Vielzahl an doppelt gefüllten Blüten duftet üppig nach Zitronenkraut, Rose, Pampelmuse, Pfirsich, Aprikose und Litschi. Ein Cocktail für die Sinne in leuchtendem Apricot.

„Marc Chagall“ 2014
Die französische Malerrose „Marc Chagall®“hat wunderbar farbige Blüten, je nach Witterung mit einem weissen oder gelblichen Unterton. Die Grundfarben sind Rosa, Gelb und Creme. Die grossen und gut gefüllten Blüten haben einen leichten Duft, Blütezeit Juni bis zum ersten Frost. Sie ist gut krankheitsresistent und wird ca. 80-100 cm hoch.

„Paul Cézanne®“ 1992
Die französische Malerrose „Paul Cézanne®“ ist eine kompakt wachsende Beetrose mit überreicher Blütenfülle in Dolden. Der Duft ist intensiv und je nach Witterung mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Die Blüten sind, wie bei Malerrosen meistens üblich, farblich immer unterschiedlich und wechselnd. Sie gehen zunächst vollständig gelb auf und erst dann erscheinen die Streifen in Weiss, Orange, Rosa und Ockergelb. Blütezeit Juni bis zum ersten Frost. Sie wird ca. 60-80 cm hoch und wächst dabei überaus buschig und kompakt.

„Edgar Degas“ 2002
Die französische Malerrose „Edgar Degas®“ ist eine besonders empfehlenswerte Rose. Sie hat zwar nicht die grössten Blüten oder den besten Duft, dafür ist sie jedoch ein robuster Dauerblüher bis zum ersten Frost. Wind und Wetter können ihr nicht viel anhaben. Das dunkelgrüne und sehr gesunde Laub steht in einem beeindruckenden Kontrast zu den farbenfrohen Blüten. Diese sind halb gefüllt und haben einen leichten Duft nach Zitrone. Sie wird ca. 60-80 cm hoch und wächst dabei schön buschig und kompakt.

Parfum-Rose „Dioressence®“
Eine der schönsten und edelsten Parfum-Rosen. Die Parfum-Rose „Dioressence®“ hat ein wunderschönes zartes Blütenherz. Das ungewöhnliche Malvenblau ist nicht nur eine Trendfarbe, es gehört auch zu den wohl aussergewöhnlichsten Blütenfarben, die Rosen zu bieten haben. Die Blüten umgibt ein gesundes und glänzendes Laub. Sie duftet nach Bergamotte, Geranien, Moos und Holz. Sie liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und erreicht eine Wuchshöhe von 70 bis 90 cm. Die dekorativen Blüten dieser Duftrosen können auch als Schnittblumen für die Vase verwendet werden.

„Chartreuse de Parme“ 1996
Die französische Duftrose „Chartreuse de Parme®“ hat sehr grosse und stark gefüllte Blüten. Der Duft ist ausgesprochen intensiv und betörend. Die ca. 12 cm grossen Blüten erscheinen von Juni bis Oktober, stets gut remontierend. Das Laub ist gut krankheitsresistent. Ausgewachsen wird sie ca. 80-100 cm gross. Der Standort sollte vollsonnig gewählt werden und relativ trocken, da die Blüten etwas regenempfindlich sind.


info 52

Elke Bräunling, Wald-Michelbach/D

Rosenliebe

Wenn Opa Oma Rosen schenkt und Gedichte und einen ‚rosigen‘ Namen.

Opa Heiner liebt Gedichte und Rosen. Sein liebstes Rös-chen aber ist Oma Marie, die er gerne ‚meine über alles geliebte Rosemarie‘ nennt. Oma Marie mag auch Gedichte und Blumen und sie liebt Opa Heiner. Aber sie hasst es, seine ‚Rosemarie‘ zu sein.
„Hör mir auf mit diesem affigen Namen!“, schimpft sie, wenn Opa Heiner sie ‚Rosemarie‘ nennt. Sie verzieht dabei das Gesicht, als hätte sie Zahnschmerzen, und das sieht zum Kringeln komisch aus. „Ich mag ihn nicht leiden. Ich finde, er macht mich alt. Und spiessig ist er auch.“
Das stimmt. Die ‚Rosemarie‘ klingt superspiessig. Dieser Name malt ein Bild von einer lieblich lächelnden Frau, die ein altmodisches Blümchenkleid mit einer weissen Schürze trägt und mit einem Rosenkörbchen im Arm durch einen Garten schreitet, in die Gedanken. Und dieses Bild passt nicht zu Oma Marie, die eine moderne Frau ist.
Opa Heiner aber sieht wohl ein anderes Bild in seiner ‚Rosemarie‘.
„Diese Rose passt gut zu dir, du meine Marie“, antwortet er dann und lächelt so lieb, dass Oma Marie keine Lust mehr zum Schimpfen hat. Manchmal sagt er auch den Vers von dem Dichter Heinrich Heine auf, der auf Omas Lieblingsblumenvase geschrieben steht:
„Als die junge Rose blühte
Und die Nachtigall gesungen,
Hast du mich geherzt, geküsset,
Und mit Zärtlichkeit umschlungen.“ (Heinrich Heine) *
Also, der Vers steht natürlich auf der Vase, nicht der Dichter. Es ist eine schmale Vase aus tiefblauem Murano-Glas. Die steht immer mit einer frischen Rosenblüte im Bücherregal und ist eine Erinnerung an den Urlaub in Venedig, wo sich die beiden kennen gelernt haben.
„Ich bin keine junge Rose mehr“, knurrt Oma Marie dann. „Was bist du doch für ein Schmeichler!“
„Und Opa antwortet wieder mit einem Gedicht, eines, das er dann schnell selbst dichtet. Und das klingt zum Beispiel so:
„Wenn du schmollst, mein Röslein, du,
Liebe ich dich noch viel mehr
Und ich nehm dich in den Arm,
Ja, das mögen wir doch sehr.“
Ganz lustig wird es dann, wenn Oma Marie zurück dichtet. Das tut sie nämlich manchmal auch:
„Wenn du meinst, du kannst mich blenden,
Irrst du dich, mein liebster Mann.
Solches, das kann böse enden,
Drum fang damit gar nicht an.“
Das mit den Gedichten kann stundenlang so weitergehen und endet damit, dass Oma nicht mehr meckert und Opa ‚Danke, meine liebe Rosemarie‘ sagt und dann, ja, dann geht oft das ganze Geschimpfe und Verseschmieden von vorne los. Zum Totlachen lustig ist das manchmal. Echt wahr. Sie sind halt so, meine Grosseltern. Witzig und cool.


info 52

Rosenstädte und -dörfer

Weitere Rosenstädte und -dörfer auf www.welt-der-rose.de

Um sich Rosendorf oder -stadt nennen zu können, muss die Rose als prägender Ortsbestandteil vorhanden sein und gepflegt werden. Um diese Auszeichnung zu erhalten, die in einem festlichen Akt zugesprochen wird, benötigt es eine längere Vorbereitungszeit, während grosse Teile der Bevölkerung und der Behörden sich von diesem gutartigen Rosenfieber begeistern und anstecken lassen. Eine spezielle Kommission prüft dann die Bewerbung, Die Idee hatte Oscar Scheerer (1906-1971), der 1965 das erste Rosendorf Schmitshausen begründete. Hier eine kleine Auswahl:

www.rosendorf-schmitshausen.de
Rosendorf Schmitshausen/ Deutschland
Bundesland Rheinland-Pfalz
Wurde 1967 auf Anregung von Oscar Scheerer zum ersten Rosendorf ernannt; die Rose beherrscht hier mit über 10‘000 Rosenstöcken das gesamte Ortsbild. Schmitshausen führt eine silberne Rose im Ortswappen. 1999 wurde ein neues Rosengärtchen am Landfriedhof mit 70 Sorten nach Plänen des ehemaligen VDR-Präsidenten Josef Raff nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Kloster- und Bauerngartens angelegt. Jährliches Rosenfest am 2. Wochenende im Juli.

www.eltville.de
Rosenstadt Eltwille / Deutschland
Bundesland Hessen
Dort, wo weltberühmte Weine auf sanften Hügeln reifen, gedeiht auch die Königin des Blumenreichs prächtig. Schon Ende des 19. Jahrhunderts machte Eltville, die älteste Stadt im Rheingau, als Rosenstadt von sich reden. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Über eine halbe Million dorniger Schönheiten wuchsen damals jährlich vor den Stadtmauern auf grossen Rosenfeldern heran. Eltviller Rosen waren seinerzeit sehr angesehen und begehrt. Und so reichten die Geschäftsbeziehungen der Rosenschule sogar bis zum Hofe des Zaren in St. Petersburg.
Die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde hat Eltville im Jahre 1988 das Prädikat "Rosenstadt" verliehen. Eltville war damals die vierte Rosenstadt in ganz Deutschland. Heute gibt es zehn Rosenstädte, sechs Rosendörfer und einen Rosenkreis. Ein eigener Rosenverein mit zahlreichen aktiven Mitgliedern kümmert sich engagiert um die Pflege der Rosenkultur in der Stadt.

www.bischofszell.ch
Rosenstadt Bischofszell / Schweiz
Kanton Thurgau
Durch die barocken Rosengärten: Schon Cleopatra im antiken Rom zeugte den heimkehrenden, siegreichen Feldherren ihren Respekt, indem sie einen Teppich von duftenden Rosenblättern auslegen liess.
Die Liebe zur Rose dürfte in Bischofszell älter sein als vermutet. Ob der Ursprung von den Benediktiner Mönchen des Klosters St. Gallen her rührt oder ob die Leinwandhändler auf ihren Handelsreisen nach Frankreich sich von der Grazie der Rose verzaubern liessen, bleibt ein Geheimnis. Anlässlich der Rosen- und Kulturenwoche 2005 wurde Bischofszell für seine Verdienste in und um die Rose von der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde zur Rosenstadt im Thurgau ernannt.

www.rapperswil-jona.ch
Rosenstadt Rapperswil -Jona / Schweiz
Kanton St. Gallen
Duftrosen blühen in Rapperswil-Jona früher als in den meisten anderen Rosenanlagen in der Schweiz. Dank der geheizten Tiefgarage erlebt der Duftrosengarten praktisch keinen Winter und wenig Frost. Die Duftrosen blühen bereits im Mai, in den anderen Gärten im Juni.
Im Juli 1999 wurde Rapperswil in Nöggenschwiel im Südschwarzwald als internationaler „Mittelpunkt der Duftrosen“ ausgezeichnet. Zwischen Juni und Oktober erblühen insgesamt rund 15'000 Edelrosen, Polyantha- und Strauchrosen in den Gärten und Gassen in und um die Altstadt, weshalb Rapperswil sich Rosenstadt nennen darf.

www.de.rozendorp.nl
Rosendorf Lottum / Niederlande
Am Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die Rose ihren Einzug in Lottum. Nach dem Krieg wuchs der Anbau der Rosen. Immer mehr Züchter setzten auf die Rose. Sie sind die ersten echten Rosenzüchter. Danach wächst der Anbau so schnell, das letztendlich jeder Dritte in Lottum mit Rosen arbeitet.
Zurzeit werden in Lottum und Umgebung ungefähr 20 Millionen Rosen produziert. Das ist ein sehr grosser Bestandteil der niederländischen Rosenproduktion! Mit Recht kann daher behauptet werden, dass Lottum das Rosendorf in den Niederlanden ist.
Alle zwei Jahre ist das Rosenfestival in und um das Zentrum von Lottum eine Ausstellung, in der Hunderttausende Rosen zu prächtigen Rosenmosaiken, Rosenobjekten und in Rosengärten verarbeitet werden. Das nächste Rosenfestival findet vom 10. bis 13. August 2018 statt. Das Motto: „Rosen schmecken nach mehr“.

www.merano-suedtirol.it/de/nals
Rosendorf Nals / Südtirol
Die Vielzahl an prachtvollen Rosen in Nals gab 2015 erstmals Anlass, den Nalser Rosentag zu feiern. Im Zentrum der Veranstaltung standen die Schönheit der edlen Blume und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten.
Organisiert und gestaltet wurde das Fest von den Bäuerinnen, dem Tourismusverein und der Bibliothek von Nals. Die rund 20 Aussteller boten Speisen und Getränke, Garten- und Dekorationsartikel, Schmuck und vieles mehr, alles im Zeichen der Rose.
Auch kulinarisch dreht sich in Nals alles um die Rose. Von der Rosenpraline und der Rosenschokolade über die Rosentorte, all dies gibt es in dem von Rosen gesäumten Dorf Nals zu sehen, zu erstehen und zu verkosten. Sogar die Kellerei Nals Margreid huldigt dem duftenden Gewächs und keltert alljährlich einen Rosenmuskateller mit Namen Rote Rose.


ADR Allgemeine Deutsche osenneuheitenprüfung

ADR - Was bedeutet das?
Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) ist ein Arbeitskreis aus Vertretern des Bunds deutscher Baumschulen, Rosenzüchtern und unabhängigen Experten. Rosensorten, die das ADR-Prädikat tragen, wurden zuvor einer strengen Prüfung unterzogen, um den Gartenwert von Rosenneuheiten zu bewerten.

Wozu ADR?
Jedes Jahr werden viele Rosenneuheiten in den Handel gebracht und das bereits bestehende Sortiment vergrössert sich stetig. Um Neuzüchtungen verwendungsgerecht beurteilen zu können und das Sortenbewusstsein zu schärfen, wurde Mitte der 50er Jahre die ADR-Prüfung von Wilhelm Kordes gegründet.

Was wird geprüft?
Die Prüfung orientiert sich an Merkmalen wie Wirkung der Blüte, Duft, Wuchsform, Reichblütigkeit, Winterhärte. Das wichtigste Bewertungskriterium ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten.

Wie wird geprüft?
Die ADR-Prüfsorten werden in 11 verschiedenen Sichtungsgärten, die über die ganze Bundesrepublik von Nord nach Süd und Ost nach West verteilt sind, ohne jegliche Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln (Fungiziden) kultiviert und jährlich bewertet. Nach drei Jahren Bewertungszeitraum entscheidet die Prüfungskommission, ob der Rosensorte das ADR-Prädikat verliehen wird. Dazu muss ein bestimmter Qualitätsstandard erreicht werden.

Wie viele ADR-Sorten gibt es?
Zurzeit sind in der ADR-Rosen-Liste über 160 Sorten enthalten, dem gegenüber steht eine Zahl von mehr als 2‘000 Rosensorten, die seit Bestehen der ADR-Prüfung getestet wurden. Jedes Jahr werden maximal 50 Sorten aller Rosenklassen geprüft, wobei es sich um Rosenneuheiten aus ganz Europa handelt. Es werden allerdings nicht nur neue Sorten in die Liste aufgenommen, sondern es kann einer ADR-Rose das Prädikat auch wieder aberkannt werden. Dies erfolgt, wenn sie nach einer Reihe von Jahren ihre guten Eigenschaften, besonders Gesundheit, verliert.

Grosser Züchtungserfolg für Kordes
Erstmalig wurden im Ostdeutschen Rosengarten in Forst die Ergebnisse der jüngsten Prüfung zur Anerkennung Deutscher Rosen 2015 präsentiert: von 16 prämierten  Rosen kommen 9 aus dem Hause Kordes. Weitere Mitbewerber mit Auszeichnungen waren Tantau und Noack. Wir zeigen Ihnen die prämierten Rosen aus dem Hause Kordes. Die gesamte Liste ist aufgeschaltet unter www.adr-rose.de


Ein romantisches Paar

Kletterrose und Clematis

Magdalen Macher

Alba Luxurians (Bild Westphal, Deutschland)

Diese Partnerschaft hat in den letzten Jahren viele Liebhaber gefunden. Die Kombination mit öfter blühenden Kletterrosen ergibt reizvolle Farbeffekte. Bei den einmal blühenden Rosen kann die Clematis – je nach Sorte – voraus, gleichzeitig oder anschliessend blühen und somit die Blütezeit verlängern.
Im grossen Angebot der Clematis sind die Sorten der Clematis viticella am meisten zu empfehlen. Sie sind weitgehend welkeresistent und überwachsen die Rose nicht zu aggressiv.
Bei der Wahl des Farbenspiels finden sowohl die Liebhaber von Kontrasten als auch die Freunde von Ton-in-Ton-Variationen reiche Auswahl. Clematis viticella in Farben:
weiss:           Huldine, Alba Luxurians
hellblau:        Prince Charles, Blue Angel
blauviolett:    Polish Spirit
violett :         Etoile Violette, Romantika
rotviolett:     Royal Velours
rot:              Rubra, Mme. Julia Correvon             
                    Purpurea, Plena Elegans  (gefüllt)

www.clematis-westphal.de

Clematis viticella

Die Familie der viticella ist zweifelsfrei eine der wertvollsten Clematis für unsere Gärten. Mit einer ausgesprochen langer Blütezeit von Juni bis September. Die unübertroffene Blütenfülle ist ein weiterer Vorteil. Clematis viticella und campaniflora sind ausserdem sehr winterhart und eignen sich für nahezu sämtliche Standorte.
Man sagt den viticella nach, dass sie einen sonnigen Standort benötigen. Das ist im Grossen und Ganzen auch nicht falsch, aber, sie vertragen sogar Dauerschatten. Viele Gartenbesitzer wissen das offensichtlich noch nicht. Im Schatten ist die Blütezeit deutlich länger. Sie eignen sich hervorragend als Kletterrosenbegleiter. An Fassaden oder Holzwänden kommen sie besonders gut zur Geltung. Krankheiten, vor allem die gefürchtete Clematiswelke, kommen an diesen Sorten äußerst selten vor.  Jährlich im November/Dezember kräftig zurückschneiden.


Flora und Fauna

Bienen und Rosen

Magdalen Macher

Bienenkrankheiten und Bienensterben haben in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt. Auch der Oscar-nominierte Film von Markus Imhoof „MORE THAN HONEY“ hat uns für diese drastische Problematik sensibilisiert.
   Ein grosser Teil unserer Nahrung wird durch die Bestäubungsarbeit der Bienen gewährleistet. Deshalb ist das Überleben der Menschen direkt abhängig vom Überleben der Bienen.  Inzwischen wurde die wissenschaftliche Forschung über Bienen ein Studienfach an der Hochschule.
Längst sind auch Gartenfachleute und Gartenliebhaber hellhörig geworden und versuchen, Bienenweidepflanzen zu bevorzugen und gefährliche oder umstrittene Pflanzenschutzmittel zu vermeiden.
Wir Rosenfreunde können einiges beeinflussen:
Beim Pflanzen wählen wir Bienenweide-Rosen und/oder robuste Rosen, welche chemische Hilfsmittel erübrigen.
Bei der Pflege und beim Pflanzenschutz passen wir unsere Massnahmen an die Erfordernisse unserer gefährdeten Umwelt an, jeder nach bestem Wissen und Gewissen.
   Bienenweide-Rosen: Tantau hat als Bienenweide-Sortiment eine Gruppe  niedriger (ca. 50 cm), buschiger Rosen in verschiedenen Farben gezüchtet. Da Bienen ungefüllte oder leicht gefüllte Rosen aufsuchen, sind auch die Wildrosen und die meisten Moschata-Hybriden bienenfreundlich.
Robuste Rosen: Da sei wieder einmal auf die ADR-Sorten hingewiesen. Das Kürzel ADR heisst «Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung». ADR-Rosen haben während drei Jahren in zwölf  verschiedenen Prüfgärten in Deutschland eine strenge Probezeit erfolgreich zu bestehen. Regelmässig werden die Winterhärte, die Wuchsfreude, der Blütenreichtum und die Blühdauer, der Duft und die Farbbeständigkeit  beurteilt. Das wichtigste Kriterium jedoch ist die Blattgesundheit. Pflanzenschutzmittel sind tabu. Bemerkenswert ist, dass die ausgezeichneten Rosen weiterhin kontrolliert werden und ihr ADR-Siegel  wieder verlieren können. Zur Zeit dürfen 161 Sorten die ADR-Auszeichnung tragen. www.adr-rose.de


1867 – 2017

150 Jahre moderne Rosen

Magdalen Macher

Dieses Jubiläum ruft nicht nach einem rauschenden Fest, ist aber einige Überlegungen wert!  1867 markiert die Grenze zwischen Historischen Rosen und Modernen Rosen. Diese klare Definition wird begründet mit der Einführung der ersten Teehybride (= Edelrose) namens „La France“. Teehybriden sind Kreuzungen zwischen unseren europäischen Remontantrosen und chinesischen Teerosen. Teerosen sind nicht frosthart, bringen aber ersehnte Eigenschaften wie das Öfterblühen und zusätzliche Blütenfarben mit.
1867 kann als Revolutionsjahr der Züchtungsgeschichte bezeichnet werden und wurde  ein Auftakt zu einer riesigen Welle von Züchtungen. Man überliess die Entstehung von Rosensorten nicht mehr den Zufällen der Natur! Man steckte sich Ziele betreffend Blütenform, Blütenfarbe und Blütenreichtum etc. Wünsche, Begehrlichkeiten und Modetrends erwachten und lenkten die Arbeit der Züchter – bis heute!
Während 150 Jahren spiegelte sich bei den Rosen der wechselnde Zeitgeist der Gesellschaft. Jedes Jahrzehnt hatte seine Lieblingsrosen, die auch in den Textilien, auf Porzellan und in der Kunst nachgebildet wurden. Es ist spannend, diese Entwicklung und diese Parallelen zu verfolgen. Für die heutigen Züchtungserfolge und die reiche Auswahl dürfen wir Rosenliebhaber sehr dankbar sein.


Friedrich Schneider (1833 – 1911) ein bedeutender Rosenkenner

Magdalen Macher

Friedrich Schneider war ursprünglich Zeichenlehrer an einem Gymnasium in Wittstock (D), interessierte sich daneben besonders für Gartenbau und wurde Direktor an einer der ersten Landwirtschaftsschulen. Es sind v.a. zwei Pionier-leistungen, die ihn berühmt machten. Er rief auf zu grossen Umfragen und Abstimmungen über die schönsten und besten Rosen jener Zeit. Er veröffentlichte die Ergebnisse und setzte damit den Grundgedanken für die ADR-Rosen (Allg.Deutsche Rosenprüfung). Seine dritte Umfrage „Rangliste der edelsten Rosen“ kann man nachlesen in seinem Rosenjahrbuch (1883). In diesem Buch ermunterte er zudem alle Rosengärtner und Rosenliebhaber zur Gründung eines Rosenvereins. Das war der Auftakt zur Gründung des Vereins Deutscher Rosenfreunde (1883). Das Rosenjahrbuch umfasst auch viele Kapitel mit Empfehlungen von verschiedenen Rosenzüchtern zur Rosenpflege und ist eine Fundgrube für die Gartenpraxis. Es gibt aber auch überraschenden Einblick in einen anderen Zeitgeist! So äussert sich ein bedeutender Rosengärtner vor 140 Jahren zur Farbwahl bei Rosen: Zitat: „Mit der weissen Rose schmücken liebende Hände die keusche Stirn der toten Braut. Möchte deine Mädchenseele so rein wie diese Blumenseele sein. Doch die Jetztzeit ist der Poesie abhold. Wenn wir fortfahren, die jungen Mädchen aus dem Paradiese weiblicher Anmut hinauszudrängen, wenn wir die Verstandes-Ausbildung in den Vordergrund treten lassen, damit die Ärmsten verdienen und für sich selber sorgen können, anstatt ihr Gemüt und Herz zu bilden, damit sie eines Mannes Leben verschönen und veredeln. Die rosenrote Rose ist das Sinnbild einer geklärten Frauenseele. Uns Männern bleibt das Wesen und Wirken eines edlen Frauenherzens stets ein süsses Geheimnis. Die brennendrote Rose wird der Rosenfreund nicht als sein Ideal bezeichnen, Friede senkt sich bei ihrem Anblick nicht in seine Brust.“ Heute kann man diese sentimentalen Phrasen kaum lesen ohne Empörung oder Lachen. Aber interessant ist es trotzdem, vielleicht hilft es Ihnen bei der Farbwahl der nächsten Rosen?


Alternativen zur Chemiekeule

„Ohne Chemie gesunde Rosen im Jahresverlauf“

Zusammenfassung Vortrag  von  Reinhold Schneider, Taubertal, Creglingen / Deutschland 15. November 2016

Astrid Schwendimann
 

Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten schützen – auf natürliche Art

  • Lassen Sie sich bei der Wahl der Pflanzen gut beraten und setzen Sie auf krankheitsresistente Sorten,  z.B. ADR-Rosen
  • Wählen Sie den richtigen Standort. Der Nährstoff- und Wasserbedarf ist je nach Pflanze anders. Wenn die Pflanze wegen eines ungünstigen Standorts gestresst ist, ist sie anfälliger für Krankheiten.
  • Setzen Sie zur generellen Stärkung der Pflanze Ackerschachtelhalm-Brühe an: ein Kilo Ackerschachtelhalme auf zehn Liter Wasser, 24 Stunden einweichen lassen, 20 Minuten leicht kochen. Fünffach verdünnt verabreichen.
  • Ackerschachtelhalmpulver kann man in vielen Gartencentern kaufen. Dieses ist nicht so aufwändig in der Herstellung der Brühe. Während den Wintermonaten November-April monatlich ausbringen (spritzen, giessen)
  • Ziehen Sie Nützlinge an. Etwa: Tontöpfe mit Holzwolle füllen, umgekehrt auf Holzstecken stellen; darin nisten sich Ohrwürmer ein, die Läuse und Spinnmilben fressen. Oder Wildblumenwiesen anlegen und «Insektenhotels» (Nisthilfen) aufstellen, um Marienkäfer anzulocken.
  • Entfernen Sie kranke Pflanzenteile. Diese nicht kompostieren, sondern im Kehricht entsorgen.

Bei Pilzerkrankungen hat sich bewährt:

  • Kaliumpermanganat: 20gr in der Apotheke kaufen

Kaliumpermanganat sind dunkelviolette, kristallartige Körner, die ausser in Chemielaboren auch in der Heilkunde eingesetzt werden können.
Dieses Einsatzfeld ist den desinfizierenden Eigenschaften des Kaliumpermanganats zu verdanken. Einige der Körner in Wasser gelöst, färben das Wasser stark violett. Diese Flüssigkeit kann dann zur Spritzung auch bei Pflanzen verwendet werden. Um Rosenpilze erfolgreich zu bekämpfen, muss man diese Spritzung über einen längeren Zeitpunkt regelmässig wiederholen.

Zur Stärkung der Pflanzen:

  • Neudo-Vital: Rosenspitzmittel aus natürlichen Fettsäuren und Pflanzenextrakten.
  • Biplantol: Homöopathie für Pflanzen
  • Vitanal- sauer: KORDES führt dieses Spritz- und Giesmittel
  • Litzitin und oder Neemöl: gegen Insekten/Milben
  • Mist: Pferde-, Kuh-Mist / Hühnermist in kleinen Mengen (Esslöffel)
  • Wildkräuter-Jauche: 1:10 verdünnen
  • Urgesteinsmehl
  • Hornspäne / Hornmehl
  • Maulwurferde mit 10% Rosenerde mischen
  • OPF- 8-3-3 Dünger für Rosen, Salat, Stauden und Starkzehrer, wöchentlich bis 14-täglich 30-90ml mit 10l Wasser mischen und in den Wurzelbereich giessen. OPF-Dünger sind für den Biolandbau zugelassen.
  • Kompoststarter mit Microorganismen bei der Neupflanzung ins Wurzelloch geben.
  • Holzasche: sparsam - eine Handvoll auf 1m2 1xjährlich austragen

Redaktionsteam - Adressverwaltung
blockHeaderEditIcon

redaktionsteam
adressverwaltung

Jeannette Simeon-Dubach,
Hörndlirain 22, 6318 Walchwil 

+41 41 759 05 25
+41 79 216 77 43

redaktion@rosengesellschaft.ch

adressverwaltung
adresse@rosengesellschaft.ch

webmaster
blockHeaderEditIcon

webmaster
rosengesellschaft.ch

Brigitta Michel
Plessurquai 49, 7000 Chur

+41 81 252 44 92
+41 79 308 18 22

info@rosengesellschaft.ch

Beratung rund um die Rose
blockHeaderEditIcon

beratung
rund um die rose

Ueli Jöhr
Chemin des Oches 3, P.P. 33
1789 Lugnorre

+41 79 424 00 80

rosarium@sunrise.ch

Mitglied werden
blockHeaderEditIcon

MITGLIED WERDEN

Elektronisches Formular
bitte audrucken, ausfüllen und
an die entsprechende
rosengesellschaft schicken

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail